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01.09.2022 - Energiepreispauschale für Selbständige, Unternehmer und Gewerbetreibende

Jeder, der im Jahre 2022 Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit und/oder Einkünfte als Arbeitnehmer aus einer aktiven Beschäftigung bezieht, hat Anspruch auf die Energiepreispauschale (EPP), die ihrerseits allerdings wieder steuerpflichtig ist… Die EPP unterliegt jedoch “naturgemäß” nicht der Umsatzsteuer und auch nicht der Gewerbesteuer.

Die Einkommensteuer-Vorauszahlung für das 3. Quartal 2022 wird dazu um 300 € herabgesetzt, sofern keine gleichzeitigen Einkünfte als Arbeitnehmer erzielt werden. Ist die festgesetzte Einkommensteuer-Vorauszahlung weniger als 300 €, so wird diese auf 0 € vermindert und der übersteigende Betrag wird sodann später im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung für das Jahr 2022 berücksichtigt. Im Rahmen der Veranlagung für 2022 sind die 300 € dann “natürlich” nicht wieder (voll) nachzuzahlen, d.h., sie bleiben “endgültig erlassen”, jedoch abzüglich der darauf anfallenden Einkommensteuer…

Selbständige, die keine Einkommensteuer-Vorauszahlung leisten müssen, bekommen die EPP vom Finanzamt, nach der Festsetzung des Einkommensteuerbescheides 2022 ausgezahlt, wenn diese höher ist als die festgesetzte Einkommensteuer.

Arbeitgeber haben die EPP in der Regel im September 2022 an die Arbeitnehmer auszuzahlen, wenn die Arbeitnehmer unbeschränkt steuerpflichtig sind, am 01.09.2022 in einem gegenwärtigen ersten Dienstverhältnis stehen und in eine der Steuerklassen I bis V eingereiht sind oder Lohnersatzleistungen beziehen. Die EPP kann gesondert vom Gesamtbetrag der nächsten einzubehaltenden Lohnsteuer entnommen werden. Übersteigt die insgesamt zu gewährende EPP den Betrag, der insgesamt an Lohnsteuer abzuführen ist, wird der übersteigende Betrag dem Arbeitgeber von dem Finanzamt erstattet. Ein gesonderter Antrag des Arbeitgebers ist hierfür nicht erforderlich.

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